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Geschichte St. Gilgen

Es war einmal ein König, der liebte seine Tochter so sehr, dass....

... er ihre Hand nur demjenigen versprochen hatte, der ihr einen Palast am schönen Ort der Welt bauen würde. Drei Brüder zogen aus, um diesen Platz zu finden. Wanderten weit herum, suchten hier, suchten da, aber nirgends war es schön genug für die Prinzessin. Da, eines Morgens – die Sonne ging gerade auf – erblickten sie ein Tal: Grüne Wiese, hohe Berge, dunkle Wälder, liebliche Dörfer und einen See, in dem sich dies alles wundersam spiegelte, lagen vor ihnen. Sie blieben voll Bewunderung stehen, vergaßen die schöne Prinzessin, vergaßen Haus und Hof. Noch immer stehen diese drei Brüder – zu Stein geworden – über dem See und bewachen die wunderbare Landschaft, die zu ihren Füßen liegt. Wenn Sie, lieber Gast, den ersten der drei, den Plombergstein, erklimmen, können Sie sich an dem gleichen herrlichen Ausblick erfreuen.

 

Erlauben Sie, dass ich Ihnen unser Dorf kurz vorstelle:

St. Gilgen liegt am Ufer des Wolfgangsees auf 550 m Seehöhe. Es blickt auf eine lange Geschichte zurück – schon 790 wird es erwähnt: am „Abriani lacus“ gelegen – daher der zweite Name „Abersee“. Es stand lange Zeit unter der Herrschaft der Salzburger Fürsterzbischöfe.

 

Erst 1816 kam Salzburg zu Österreich. Die Menschen hier lebten so recht und schlecht von Viehzucht, Fischfang und Handwerk. Einige dieser handwerklichen Besonderheiten können Sie heute noch im sehenswerten Heimatmuseum bewundern: die geschickt gedrechselten Schüsseln, die aus der ehemaligen Glashütte in Winkl stammenden Fläschchen – und als besondere Kostbarkeit – die Erzeugnisse der Spitzenklöpplerinnen.

Geschichte wird lebendig, wenn Sie durch den Ort spazieren:

Mutter Mozart wurde im Bezirksgerichtsgebäude am See geboren – der kunstvolle Brunnen von Toni Schneider Manzell erinnert an das kleine Mädchen. Ihre Tochter – Nannerl Mozart – war hier mit dem Richter Sonnenburg verheiratet.


An die Franzosenkriege erinnert die Franzosenschanze und die verwunschenen Steinklüfte, wo die Bürger in jener unruhigen Zeit ihr Hab und Gut versteckten.


Noch viel weiter zurück in die Vergangenheit führt Sie eine Wanderung über den Falkenstein: der alte Wallfahrtsweg zum Hl. Wolfgang – bei der Kapelle finden Sie einen „Schlufstein“ und ein „Augenwasserbrünnel“ – beides deutet auf ein sehr frühes Heiligtum hin. Erspüren Sie den geheimnisvollen Zauber dieses Ortes!


Wenn Sie am schönsten Wanderweg entlang des Sees zur Fürbergbucht kommen, gedenken Sie des braven Öchsleins, das so tapfer über den See schwamm und seinen Herrn, der sich an seinem Schwanz festklammerte, bis zur rettenden Insel brachte – dieser errichtete als Dank für seine Rettung das „Ochsenkreuz“.


An die lustige Hochzeitsgesellschaft, die vor lauter Übermut aufs unsichere Eis tanzen ging, erinnert das Hochzeitskreuz am felsigen Ufer.


Auch unsere Kirche, die dem Hl. Ägidius geweiht ist, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Der Hl. Ägidius gehört zu den 14 Nothelfern, er war Bischof in der französischen Stadt Saint Gilles und ist auch Namenspatron von St. Gilgen. Heute erstrahlt die barocke Inneneinrichtung der Kirche im neuen Glanz. Zu den Gottesdiensten und Konzerten ertönt die prächtige Orgel, die 1991 – im Mozartjahr – errichtet wurde.


Im letzten Jahrhundert kamen die ersten Gäste in unsere Gegend. Zuerst waren es die Maler und Dichter der Romantik, die die wahrhaft „romantische“ Landschaft des Salzkammerguts entdeckten: Die Maler Jakob Alt, Gauermann, Waldmüller und Ludwig Richter, der amerikanische Dichter Longfellow und Viktor von Scheffel, der mit seinem Epos „Bergpsalmen“ die Landschaft am Wolfgangsee besang.


Als Kaiser Franz Josef 1848 Bad Ischl zu seiner Sommerfrische erkor, folgte ihm alles, was am Hof Rang und Namen hatte, ins Salzkammergut. Die beiden Schiffe, der Raddampfer „Kaiser Franz Josef“ und die „Kaiserin Elisabeth“, bringen heute noch Ausflügler und Erholungssuchende über den See.


Besonderen Aufschwung brachte der Bau der Salzkammergut Lokalbahn. Leider kann man diese „liabe kloane“ Eisenbahn, die zwischen Salzburg und Bad Ischl verkehrte, nur mehr in alten Filmen erleben.


Berühmte Menschen lebten in St. Gilgen, die Dichterin Marie von Ebner-Eschenbach, der bedeutende Arzt Theodor Billroth und die Familie des Nobelpreisträgers Karl von Frisch, der seine Bienenforschung hier in Brunnwinkel betrieb.


Auch heute ist St. Gilgen ein beliebter Erholungsort für bedeutende Persönlichkeiten – allen voran der deutsche Ex-Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl.


Doch nicht nur Kultur und Geschichte machen diese Gegend interessant. Die Natur zeigt sich hier von ihrer schönsten Seiten. St. Gilgen ist von schädlichen Umwelteinflüssen weitgehend verschont geblieben, die Bewohner bemühen sich sehr um den Erhalt einer intakten Umwelt. Am Kalkstock des Zwölferhorns gedeihen viele seltene Pflanzen: Schneerose, Maiglöckchen, Frauenschuh, Pannonischer Enzian, Kohlröserl und Almrose. Gemsen wagen sich bis zu den Felsen über dem Dorf. Das glasklare Wasser des Sees hat Trinkwasserqualität!


Ob Sie im idyllischen Ortsteil „Abersee“ Erholung suchen, im ruhigen „Winkl“ direkt zu Füßen des Schafbergs beim Krottensee Ihr Quartier genommen haben, Ihren Urlaub im sonnigen „Ried“ verbringen oder das Mozartdorf „St. Gilgen“ vorziehen, überall erwartet Sie ein reiches Angebot an schönen Hotels, Pensionen, Bauernhöfen, Privatzimmern und Ferienwohnungen.


Ihre freundlichen Gastgeber heißen Sie herzlich willkommen. Sicher werden Sie verstehen, dass Kaiser Franz Josef an seine Freundin Katharina Schratt, die jahrelang in der Villa „Frauenstein“ am Wolfgangsee ihren Urlaub verbrachte, in einem Brief schrieb: „ Nur in weiter Ferne winkt mir ein Lichtblick. Wäre diese schöne Zeit nur schon wieder da.“