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Herzlich Willkommen in Strobl am Wolfgangsee!

Wir nehmen dich mit auf eine kulturelle Rundreise durch den Ort mit dem wahrscheinlich schönsten Sonnenuntergang weit und breit. Viele Kleinode, Denkmäler und Kunstwerke werden dir entlang des rund 30 Minuten langen Fußwegs begegnen. Tauche ein in die Geschichte von Strobl und lerne ganz nebenbei einige seiner berühmten Persönlichkeiten kennen. Mit seinen rund 3600 Einwohnern, einem Gemeindegebiet von etwa 95 km und über 200.000 Übernachtungen ist Strobl Seehöhe 542 m - sicher nicht der größte  Ort im Salzkammergut, aber einer mit der höchsten Lebensqualität. Strobl steht für Natur, Kultur, gelebtes Brauchtum und ehrliche, echte Gastfreundschaft. Wir wünschen dir eine gute Zeit bei uns am Wolfgangsee!

1. Station · Linde am Dorfplatz

© Dorfplatz Strobl am Wolfgangsee

Im November 2002 wurde eine Sommerlinde am Dorfplatz gepflanzt. In vielen Kulturen gilt die Linde als ein heiliger Baum. Ihre wohlriechenden Blüten und die herzförmigen Blätter ließen sie zum Baum der Liebe werden. So haben sich von je her die Dorfbewohner unter der Linde getroffen, frohe Lieder gesungen oder getanzt. Sie haben wohl gespürt welche Atmosphäre die Linde schaffen kann, das hilft auch heute, um Stress abzubauen. Das Lindenholz ist weich und wird daher gerne zum Schnitzen von Figuren verwendet. Der Lindenblütentee ist eines der wirkungsvollsten Getränke bei Erkältungskrankheiten. Hier lädt eine Bank zum Verweilen ein, um die Harmonisierungskraft der Linde aufzunehmen.

2. Station · Eingang zum Friedhof (und der Kirche)

Eingang zum Friedhof und Kirche in Strobl

Ein Schmiedeeisen Tor führt in den Friedhof und zur Kirche. Der Friedhof ist ein Stück Familien- und Dorfgeschichte. Gräber erzählen vom Leben der Menschen, die uns in die Ewigkeit vor-aus gegangen sind. Da es ein Bergfriedhof ist, finden wir hier besonders viele Schmiedeeisen- oder Holzkreuze. Polierter Stein und jeglicher Kunststoff ist nicht erwünscht. Die Kirche ist im spätbarocken Stil erbaut und 1761 geweiht worden. Ihre Tore sind den ganzen Tag geöffnet und laden zu einem Besuch ein. Will sich jemand genauer informieren, dafür werden Kirchenführer am Schriftenstand angeboten.

3. Station · Trinkwasserbrunnen am Dorfplatz

Trinkwasserbrunnen am Dorfplatz in Strobl am Wolfgangsee

Der Brunnen wurde im Zuge der Ortsbildgestaltung im Jahr 1993 errichtet. Architekt Seeger plante und spendete diesen Wasserspender und die Schüler der Steinmetz Schule in Hallen führten die Arbeiten aus. Das halbkreisförmige Brunnenbecken aus rotem Marmor ist durch einen Betonsockel erhöht und in der Mitte leicht abgesenkt. Hier sind das Relief des Strobler Gemeindewappens und darüber die Jahreszahl „1993“ eingemeißelt. Am abgeschrägten Ende der Rotmarmorsäule fließt das kostbare Wasser aus einem Metallrohr. Es zählt zu den vier Elementen und erfrischt und reinigt den Menschen, löscht den Durst und das Feuer, ist unverzichtbar für das Leben.

4. Station · Hans III. Strobl - der Namensgeber unseres Dorfes

© Gemeinde Strobl am Wolfgangsee

Neben dem Gemeindeamt am Dorfplatz steht auf einem Marmorsockel die Bronzeplastik „Hans III. Strobl“. Der Name bedeutet so viel wie „strubbeliger Mann“ und so wird Hans Strobl auch dargestellt. Das Gesicht ist von einem Bart umwuchert und unter dem breitkrempigen Hut quellen strubbelige Haare hervor. Die Figur ist im Stil des Jahres 1560 gekleidet. In den Händen hält sie Eisenstäbe, die auf den Beruf des Eisenniederlegers hinweisen. Hans Ill Strobl war von 1561 bis 1594 als Amtmann des Domkapitels, hochfürstlicher Eisenniederleger des Erzbistums und als Tavernen Wirt tätig. In Strobl wurde sein Familienname zum Ortsnamen. Prof. Eva Maria Mazzucco hat die Bronzeplastik geschaffen.

5. Station · Der Stroblerhof - das Geburtshaus von Prof Eva Maria Mazzucco

© Der Stroblerhof

Sie ist hier am 21. November 1925 geboren. Es war damals eine sehr dramatische Situation und für Eva schon beim Start ins Leben ein Ringen mit dem Tod. Das künstlerisch außergewöhnlich begabte Mädchen äußerte schon bald den Wunsch, einmal Bildhauerin zu werden, doch niemand hat es der zarten jungen Frau zugetraut. Später wurde Eva als“ schwindelerregende Begabung" in diversen Medien tituliert. Nun begann auch die Öffentlichkeit Notiz von der immer noch schüchternen, bescheidenen Frau zu nehmen. Für Wien, Salzburg, Strobl und eine Reihe anderer Städte schuf sie über 60 Großplastiken im öffentlichen Raum. Ihre vielseitigen Kunstwerke befinden sich in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen.

6. Station · Denkmal Theo Lingen – Strobl's bekannter Kurzzeit-Bürgermeister

© Theo Lingen, Plastik in Strobl, Franz Fuchs

Theodor Schmitz-Lingen, bekannt als Theo Lingen wurde am 10.6.1903 in Hannover geboren. 1939 erwarb er die Villa Wendlinger in der heutigen Bahnstraße. Am 6. Mai 1945 fuhren Georg Fürstenberg und Theo Lingen mit den Fahrrädern nach St. Gilgen, um die Amerikaner zu überzeugen, dass sie in Strobl kein Widerstand erwarte und sie herzlich willkommen seien. Es wird immer wieder berichtet, dass Theo Lingen drei Tage Bürgermeister von Strobl war, bis eine ordentliche Wahl stattfand. 1960 verkaufte er das Haus in Strobl. Er starb am 10.11.1978 in Wien. Die Bronzebüste wurde 2006 nach einer Vorlage von Mag. Leopold lmmervoll angefertigt.

7. Station · Volksschule Strobl an der Dr. Adalbert-Lederer-Allee

Die Volksschule, eröffnet am 14. September 1913, ist ein späthistorischer Bau mit neu barockem Portal. Über zwei Stufen gelangt man zur zweiflügeligen Rahmen-Füllungstür mit Türkämpfer und korbbogiger Oberlichte. Der halbkreisförmige Baldachin in mit Volutenschmuck, Wappenfeld und Puto ruht auf zwei toskanischen Säulen mit quadratischen Basen. Darüber befindet sich eine Mauernische mit einer Christusfigur, die segnend die Hand hebt. Die Uhr im Volutengiebelfeld mahnt die Schüler zu Pünktlichkeit. Den Glockenturm mit Kuppeldach krönen Kugelknauf und Wimpel Für den Neubau des Schulhauses schenkte Dr. Adalbert Lederer der Gemeinde das Grundstück von 2600 m2 und finanzierte das Eingangsportal.

8. Station · Lesender Knabe

Lesender Knabe in Strobl

Die Bronzeplastik im Garten der Volksschule zeigt einen lesenden Knaben, auf einem Stein sitzend. Auf einem Knie liegt ein Buch, in das er ganz vertieft blickt. Der rechte Unterarm liegt auf dem anderen Knie auf. Er lehnt die Fußsohlen aneinander, um einen guten Halt zu finden. Die Kleidung des Knaben ist kaum wahrnehmbar. 1995 fand ein Erweiterungsbau der Schule statt. Zur feierlichen Eröffnung spendete Architekt Rieger die Bronzeplastik. Der „lesende Knabe“ ermuntert die Kinder auch in ihrer Freizeit sich mit dem Lesen auseinander zu setzen. Prof. Eva Maria Mazzucco hat den ins Buch versunkenen Knaben geschaffen.

9. Station · Dr. Adalbert-Lederer-Allee

Dass wir in Strobl entlang der Straßen im Ortskern so schöne Alleen haben, ist Dr. Adalbert Lederer zu verdanken. Er hatte einen wesentlichen Anteil an der Pflanzung der Bäume. Als die Salzkammergut Lokalbahn eingestellt wurde kaufte die Gemeinde Strobl das ehemalige Bahngelände von der Moosgasse bis zum Bahnhof. Nun konnte eine Straße gebaut werden und die Allee von der Salzburgerstrasse bis zum Busbahnhof ist für Fußgänger und Radfahrer erhalten geblieben.

10. Station · Tanzendes Mädchen

Im Hof der Neuen Mittelschule Strobl steht die Bronzeplastik das „Tanzende Mädchen“. Die Figur ist über eine Metallscheibe an einer Steinsäule nur mit der Spitze des Fußes befestigt. Die Tänzerin ist mit einem Trikot und einem Röckchen bekleidet. Das Spielbein ist graziös zum Tanzschritt gehoben. Die Arme sind angewinkelt nach oben gerichtet und der Kopf nach hinten geneigt. Der Blick des Kindes schweift in die Ferne. Erwartungsvoll, was das Leben ihr alles bieten wird. Die Plastik ist ein Werk von Prof. Eva Maria Mazzucco. Sie wurde 1993 im Zuge der Neugestaltung des Ortszentrums aufgestellt. In diesem Werk hat die Künstlerin die Leichtigkeit im Leben zum Ausdruck gebracht, die sie sich immer gewünscht hat.

11. Station · Drache im Schulhof

Im Schulhof der Neuen Mittelschule schlängelt sich sei 2004 ein bunter Drachen, der von den Kindern als Sitzgelegenheit benützt wird. Drei Lehrerinnen der ehemaligen Hauptschule Strobl: Wolfgang Eisl, Klaus Struber und Dagmar Tarmann schufen dieses Werk gemeinsam mit Schülern des Polytechnischen Lehrgangs. Vorbild war der Drache von Antoni Gaudi aus dem Park Güell in Barcelona. Mit acht Buben hob Fachlehrer Struber eine Grube von 80 cm Tiefe aus, damit ein frostsicheres, tragfähiges Fundament gelegt werden konnte. Die Figur selbst ist aus Beton gegossen und mit Eisenstäben stabilisiert. FL Tarmann und FL Eisl gestalteten mit Schülern das bunte Fliesen-Mosaik. Das Baumaterial spendeten heimische Firmen.

12. Station · Deutschvilla-Park

Der Wiener Fabrikdirektor Georg Schinteliffe-Blacky erbaute 1896 die Villa im toskanischen Stil. 15 I4 erwarb die Bankiersfamilie Otto und Maria Deutsch aus Wien das Anwesen. Die Villa wurde umgebaut und der Park nach englischem Vorbild gestaltet. Einige alte Baumbestände kann man noch bewundern. 1988 kaufte die Gemeinde Strobl die Liegenschaft. Heute fördert eine Kulturinitiative aktuelle Kunst in der Deutschvilla. Das Ziegelstein Labyrinth wurde 2003 von Marianne Ewaldt aus 1102 gebrannten Tonziegeln verlegt. Der Platz vor der Villa wurde einst von Freimaurern für Zeremonien genützt. Eindrucksvolle Skulpturen aus Stahl von Christiane Pott-Schlager machen aus dem Garten einen Skulpturenpark.

13. Station · Der Springbrunnen an der Promenade

© Springbrunnen an der Promenade in Strobl © Karsten Rehder

Der Teich an der Strobler Promenade wird von einem Springbrunnen belebt. Aus einem großen Stein springt durch ein Bohrloch spielerisch eine Wasserfontäne. 1993 wurde der Park am Seeufer neu geplant. Die neue natürliche Teichanlage ersetzt die alte Brunnenanlage. Die gesamte Neugestaltung hat das Architekturbüro Seeger aus Kumberg/Steiermark geplant. Den Teich bevölkern zwei Kraniche aus Bronze. Die langbeinigen Vögel sind auf zwei Steinen am Teichboden befestigt. Die Kraniche neigen ihre Schnäbel ins Wasser und scheinen nach Futter zu suchen. Rundherum blühen im Sommer Seerosen und Goldfische tummeln sich im Wasser. Die Szenerie schenkt Ruhe und Beschaulichkeit.

14. Station · Helene Thiming

Die Büste auf einem Steinsockel zeigt Helene Thimig mit leicht schräg gehaltenem Kopf und unterstreicht damit die edlen Gesichtszüge. Die Kammerschauspielerin blieb Strobl bis ins hohe Alter treu. Weniger begüterte Künstler und Schauspieler logierten auf Einladung der Familie Fürstenberg im Hubertushof. In der prickelnd-lockeren Atmosphäre dieses Künstlertreffs wurde Anfang der 1950er Jahre vermutlich die Idee geboren, den Sommernachtstraum von William Shakespeare aufzuführen. Am 29. Jul 1951 war es soweit. Der in Strobl ansässige und spätere Vizedirektor des Burgtheaters, Heinrich Kraus, setzte die Idee unter der Regie von Helene Thimig mit u.a. dem jungen Otto Schenk um.

15. Station · Platonisches Liebespaar

Auf einer etwas erhöhten Rasenfläche der Seepromenade ruht das „Platonische Liebespaar“ eng umschlungen im grünen Gras. Mann und Frau liegen mit angewinkelten Armen und aufgerichteten Oberkörpern am Bauch. Der Mann hat seinen Arm beschützend um die Schultern der Frau gelegt und seine linke Hand ruht auf ihrer rechten. Der Blick der Beiden scheint über den See zu schweifen. Wie oft werden sie schon den fantastischen Sonnenuntergang von ihrem Platz aus beobachtet haben. Im Sommer sind sie ein Blickfang der Besucher und im Winter sind sie meistens von einer weißen Schneedecke umhüllt. Der Künstlerin Prof. Eva Maria Mazzucco ist mit diesem Pärchen etwas ganz Besonderes gelungen.

16. Station · Kriegmahnmal

Die Skulptur mit reduzierter Plastizität zeigt eine sitzende Frau, die einen Stahlhelm und einen goldenen Lorbeerzweig im Schoß hält Sie ist in einen wärmenden Umhang gehüllt. Am 31. August 1952 wurde das neue Kriegerdenkmal an der Seepromenade von Pfarrer Maximilian Hechenblaikner eingeweiht. Landeshauptmann Dr. Josef Klaus nahm die Enthüllung des Denkmals vor. Die Skulptur ist eine Arbeit des Bildhauers Prof. Toni Schneider-Manzell, der aus dem Wettbewerb als Preisträger hervorgegangen war. Der Verlust von Söhnen, Väter und Gattentraf die Frauen, als Mütter und Ehefrauen besonders schwer daher thematisiert die Skulptur deren Schmerz, Betroffenheit und Trauer.

17. Station · Musikpavillon

© Musikpavillon im Advent © w.jochermoments

Der Pavillon steht an einem stimmungsvollen Ort. Versinkt im Westen die Sonne hinter den Bergen, wandern ihre goldenen Strahlen über den See, bis sich langsam die Dunkelheit breit macht. In den Eckpunkten der Rückwand lagert einer der beiden dachtragenden Leim- binderbögen. Der zweite, längere Bogen wird von seitlichen Holzpfeilern gestützt. Die Ästetik des Pavillons wird durch die statische Lösung der Dachkonstruktion maßgeblich bestimmt und ermöglicht eine wunderbare Akustik. Bei den Konzerten scheint die Musik gleichsam über dem Platz zu schweben. Der Pavillon wurde 2007 eingeweiht. Die Musiker der Ortsmusikkapelle halfen ehrenamtlich am Bau mit.

18. Station · Dorfbrunnen

© Dorfbrunnen und Blick auf den See in Strobl

Der Dorfplatz von Strobl ist zum See hin geöffnet und gibt den Blick über das Wasser bis nach St. Wolfgang frei. Den Abschluss des Dorfplatzes zur Promenade bildet der Dorfbrunnen. Die drei Granitsäulen mit den aufgesetzten, goldglänzenden Symbolen springen ins Auge und regen die Fantasie des Betrachters an. Von den Säulen fließt Wasser in ein stufenförmig angelegtes, von einer niedrigen Mauer begrenztes Brunnenbecken. Die Salzburger Künstlern Ilse Sprohar hat den Brunnen geschaffen. Er symbolisiert die vier Elemente. Die Säulen stehen für die Erde, die Symbole für Luft, Feuer und das Wasser.

Die komplette Broschüre zum Ausdrucken findest du hier